12.11.2025
5 überraschende Wahrheiten über Wärmepumpen, die Hausbesitzer kennen sollten

Röttenbach - 12.11.25 - Aus der Praxis - für die Praxis. Die FREIEN WÄHLER Röttenbach luden gemeinsam mit dem Bayerischen Kommunalen Bildungswerks (BKB) zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema Wärmepumpen und ihre Einsatzmöglichkeiten bei der Gebäudesanierung ein.
Nach der Begrüßung durch Gemeinderat Franz Josef Mühling stellte Michael Schmitz, Bildungsbeauftragter des BKB Mittelfranken, die Arbeit des Bildungswerks vor und betonte, dass alle BKB-Seminare für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos und offen zugänglich sind.
Im Anschluss führte Energieexperte Thomas Miksch mit einer praxisnahen Präsentation in die Grundlagen, Chancen und Herausforderungen moderner Wärmepumpentechnik ein.

1. Die wahre Effizienz hängt nicht vom Wetter ab

Viele glauben, Wärmepumpen seien bei Frost ineffizient. Entscheidend ist jedoch die Vorlauftemperatur im Heizsystem. Häuser mit Fußbodenheizung oder großen Heizkörpern brauchen weniger Wärme und erreichen so deutlich bessere Effizienzwerte.

2. Alte Wände verschwenden mehr Energie als alte Fenster

Nicht die Fenster sind die größten Energiefresser, sondern die Außenwände und alte Heizsysteme. Bevor Sie Fenster austauschen, lohnt sich eine Dämmung der Gebäudehülle und der Austausch des Heizkessels – das spart mehr Energie.

3. Die Erde ist eine stabilere Energiequelle als die Luft

Sole-Wasser-Wärmepumpen nutzen konstante Bodentemperaturen und arbeiten dadurch gleichmäßiger und sparsamer. Zudem können sie im Sommer zur passiven Kühlung des Hauses beitragen.

4. Ihr Garten entscheidet über die Wärmequelle

Für Erdkollektoren braucht man Platz: etwa das 1,5- bis 2,5-Fache der Wohnfläche als freie Gartenfläche. Wer wenig Platz hat, greift besser zur Luft-Wasser-Wärmepumpe oder einer Bohrsonde.

5. Grundwasser ist hocheffizient – aber genehmigungspflichtig

Wasser-Wasser-Wärmepumpen liefern Top-Werte, sind jedoch technisch aufwendig und erfordern behördliche Genehmigungen. Sie lohnen sich nur, wenn die Standortbedingungen optimal sind.


Abschließend kann man festhalten, dass die Wärmepumpe kein Plug-and-Play-Gerät ist, sondern Teil eines ganzheitlichen Energiekonzepts. Wer Gebäudehülle, Heizsystem und Energiequelle aufeinander abstimmt, kann nachhaltig und wirtschaftlich heizen – und das unabhängig von Öl und Gas.

Weiterführende Hinweise und Informationen bietet der Bundesverband Wärmenpumpe (BWP) e. V. in Berlin.

Auf der Internetseite des Verbandes sind umfangreiche Informationen zu diesem Thema zu finden.

Hier werden sie fündig: https://www.waermepumpe.de

Ein Besuch dieser Informationsquelle ist ein MUSS für jeden, der sich mit diesem Thema auseinandersetzen will oder muss.