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07.10.2026
648 Seiten Heimatgeschichte: Die neue Chronik Röttenbachs ist ein Stück unserer Identität

Röttenbach – 07.10.26 – 648 Seiten über Röttenbach – das ist weit mehr als eine Sammlung von Jahreszahlen und historischen Ereignissen. Die neue Chronik der Gemeinde nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch die Entwicklung unserer Heimat und zeigt, wie aus natürlichen Gegebenheiten, historischen Ereignissen und dem Wirken vieler Generationen die Gemeinde entstanden ist, die wir heute kennen.

Mehr als ein Geschichtsbuch

Die Chronik wurde vom Herausgeber selbst, Dr. Johann Schrenk, im Rahmen einer Abendveranstaltung mit musikalischer Begleitung von „Heiner & Död“ am 02.10.26 im Rathaus Röttenbach der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben den Verantwortlichen und zahlreichen Gästen richtete auch Landrat Ben Schwarz vom Landkreis Roth ein Grußwort an die Anwesenden. Er betonte die Bedeutung des Werkes als Fundament für die Zukunft und hob hervor, dass die Chronik nicht nur für Röttenbach, sondern auch für den gesamten Landkreis von großer Bedeutung sei. Sie ermögliche einen fundierten Blick auf die Entwicklung der Gemeinde und ihre Einbindung in die Geschichte der Region.

Die FWG Röttenbach-Mühlstetten begrüßt ausdrücklich, dass mit diesem Werk die Geschichte unserer Gemeinde umfassend dokumentiert und für kommende Generationen bewahrt wird. Denn wer die eigene Geschichte kennt, versteht auch besser, warum ein Ort heute so ist, wie er ist.

Aus persönlichem Interesse wurde ein umfassendes Werk

Besonders bemerkenswert ist die Entstehungsgeschichte der Chronik: Sie ist keine Auftragsarbeit der Gemeinde, sondern entstand aus dem persönlichen Interesse des Herausgebers und Chronik-Erstellers Dr. Johann Schrenk an der Geschichte des Deutschordensdorfes Röttenbach.

Wie Dr. Johann Schrenk im Vorwort selbst beschreibt, offenbarte diese Beschäftigung immer wieder neue Facetten der Ortsgeschichte, die es ihm wert erschienen, in einem Buch festgehalten zu werden. Aus diesem anfänglichen Interesse entwickelte sich über viele Jahre ein umfassendes Projekt, in das zahlreiche weitere Menschen ihr Wissen, ihre Erinnerungen, Dokumente und Bilder einbrachten.

Damit ist die Chronik auch ein Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn sich jemand mit Ausdauer und persönlichem Engagement einer Sache widmet und dabei viele andere für die Mitarbeit gewinnt.

Wo unsere Geschichte wirklich beginnt

Besonders interessant ist, dass die Chronik nicht erst mit der ersten urkundlichen Erwähnung Röttenbachs beginnt. Sie setzt noch früher an und beschäftigt sich ausführlich mit den natürlichen und geologischen Grundlagen unserer Landschaft. Ein besonderer Dank dafür gilt Dr. Klaus-Jörg Klement, der diesen Teil der Chronik wissenschaftlich fundiert beigesteuert hat.

Diese Perspektive macht deutlich: Die Geschichte eines Ortes entsteht nicht unabhängig von seiner Umgebung. Landschaft, Geologie und natürliche Gegebenheiten haben mitgeprägt, wo Menschen siedelten, wie sich die Region entwickelte und welche Bedeutung einzelne Orte im Laufe der Jahrhunderte gewannen.

Auch die besondere historische Entwicklung Röttenbachs wird ausführlich dargestellt. Die Lage zwischen den Einflussbereichen der Ansbacher Markgrafen, der Eichstätter Bischöfe und verschiedener Adelsgeschlechter sowie die spätere Zugehörigkeit zum Deutschen Orden haben die Geschichte des Ortes wesentlich geprägt.

Viele Jahre Arbeit – viele Quellen – viele Menschen

Hinter den 648 Seiten stehen viele Jahre intensiver Recherche. Vorarbeiten, Archivalien, Salbücher, Lehensverzeichnisse, Fotografien, persönliche Dokumente und Erinnerungen wurden zusammengetragen und ausgewertet.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Familien aus Röttenbach, Mühlstetten und Niedermauk stellten dafür private Bilder und Unterlagen zur Verfügung. Autoren wie Alfred Groniak, der bereits umfangreiche Vorstudien erstellt hatte, Rechercheure, Korrekturleser wie Christel Lidl und viele weitere Helfer trugen mit ihrem Wissen und ihrer Zeit zum Entstehen des Werkes bei.

Gerade diese Verbindung von historischer Recherche und persönlichen Erinnerungen macht die Chronik besonders wertvoll. Beim Blättern begegnet man nicht nur großen historischen Entwicklungen, sondern auch bekannten Häusern, Familien, Orten und Geschichten aus der eigenen Gemeinde.

1. Bürgermeisterin Lisa Schlosser: 

„Diese Chronik ist weit mehr als ein Buch über die Geschichte unserer Gemeinde. Sie ist ein Stück Heimat und ein gemeinsames Gedächtnis von Röttenbach.

Auf 648 Seiten wird sichtbar, wie sich unsere Gemeinde entwickelt hat und welche Menschen sie über Generationen hinweg geprägt haben. Besonders wertvoll sind dabei die vielen persönlichen Geschichten, Bilder und Erinnerungen, die unsere Ortsgeschichte lebendig machen.

Mein Dank gilt allen, die über viele Jahre mit großem Engagement an diesem Werk gearbeitet und ihr Wissen und ihre Erinnerungen eingebracht haben. Die Chronik bewahrt damit ein Stück unserer gemeinsamen Vergangenheit für kommende Generationen. 

Und sie erinnert uns zugleich daran: Mit der letzten Seite endet die Geschichte unserer Gemeinde nicht. Wir schreiben sie jeden Tag gemeinsam weiter.“

Ein Standardwerk für jeden Röttenbacher Haushalt

Die Chronik endet nicht bei längst vergangenen Ereignissen. Sie dokumentiert auch die Gemeinde, wie sie heute im 21. Jahrhundert besteht – mit ihren Einrichtungen, Vereinen, Kirchen, Unternehmen und ihrem gesellschaftlichen Leben.

Damit enthält das Werk zugleich eine wichtige Botschaft: 

Geschichte ist niemals abgeschlossen. Was heute in Röttenbach geschieht und von den Menschen gestaltet wird, gehört irgendwann selbst zur Geschichte unserer Gemeinde.

Aus Sicht der FWG ist es deshalb wichtig, die eigene Vergangenheit nicht nur zu kennen, sondern sie auch für kommende Generationen zu bewahren.

Unsere Empfehlung: 

Dieses Buch gehört in jeden Röttenbacher Bücherschrank. Zum Lesen, Nachschlagen, Blättern und Entdecken – und vielleicht auch, um gemeinsam mit Kindern und Enkeln Geschichten über die eigene Heimat zu erfahren.

Denn Heimat wird nicht allein durch den Ort bestimmt, an dem wir leben. Heimat wird auch durch die Geschichte geprägt, die wir kennen, bewahren und weitergeben.

Sascha Grasser:

„Wer die Geschichte unserer Gemeinde kennt, versteht auch ihre Gegenwart besser. Die neue Chronik zeigt eindrucksvoll, wie eng Landschaft, Geschichte und das Leben der Menschen miteinander verbunden sind. Sie ist deshalb nicht nur ein Rückblick, sondern ein wichtiges Stück Heimat, das wir für die kommenden Generationen bewahren sollten.“