12.02.2026
Haushalt 2026–2029 in Röttenbach beschlossen: Schulanbau verschoben, Finanzlage angespannt und wichtige Infrastrukturprojekte im Fokus

Röttenbach - 12.02.26 Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 09.02.2026 den Haushalt für die Jahre 2026 - 2029 beraten und einstimmig verabschiedet. Uns als FREIE WÄHLER ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger offen und nachvollziehbar über die finanzielle Situation der Gemeinde zu informieren.

Gemeinderat Kai Stuckenberg berichtet.

Haushalt 2026–2029 beschlossen – Schulanbau muss vorerst warten

Eine zentrale Entscheidung betrifft den geplanten An- und Umbau der Grundschule Röttenbach: Dieser wichtige Projekt musste aufgrund der aktuellen Finanzlage vorerst aus dem Haushalt herausgenommen werden.

Kai Stuckenberg:

„Der An- und Umbau unserer Grundschule ist für die Schülerinnen und Schüler ohne Frage ein wichtiges Zukunftsprojekt. Gleichzeitig habe ich von Beginn der Planungen an betont, dass wir unsere Gemeinde dafür nicht in eine Überschuldung führen dürfen. Eine verantwortungsvolle Finanzpolitik bedeutet, Chancen zu nutzen – aber immer im Rahmen dessen, was wir uns leisten können.“

Deutlich geringere Einnahmen belasten den Haushalt

Die bereinigten Einnahmen liegen rund 1,1 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Hauptursachen dafür sind:

  • geringere Steuereinnahmen (ca. 600.000 €),
  • reduzierte allgemeine Zuweisungen (ca. 500.000 €),
  • sowie eine deutlich gestiegene Kreisumlage auf nun 2.622.000 € (plus von ca. 600.000 €). Diese Summe entspricht nahezu den gesamten Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde.

Finanzielle Situation bleibt kritisch

Die Haushaltslage ist weiterhin äußerst angespannt. Für die Jahre 2026 und 2027 ist eine Zuführung vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt notwendig, um den gesetzlichen Haushaltsausgleich zu gewährleisten. Zwar trägt sich der Verwaltungshaushalt in den Jahren 2028 und 2029 wieder selbst, jedoch wird auch dann die gesetzlich geforderte Mindestzuführung nicht vollständig erreicht.

Um Tilgungen, die Gegenfinanzierung des Verwaltungshaushalts und geplanten Investitionen zu decken, müssen bis einschließlich 2029 Rücklagen eingesetzt werden. Diese werden nach aktuellem Stand zum Jahresende 2029 nahezu vollständig aufgebraucht sein.

Schulumbau: Planungen laufen weiter

Trotz der Verschiebung hat der Gemeinderat beschlossen, die Planungen für die Bauabschnitte 1 und 2 fortzuführen. Ziel ist es, eine vollständige und belastbare Kostenberechnung zu erhalten. Sobald die finanzielle Situation es zulässt, kann der Bau dann ohne größere Verzögerungen gestartet werden.

Vorstellung der Straßensanierung im Gewerbegebiet

Das Ingenieurbüro VNI hat dem Gemeinderat den aktuellen Zustand der Straßen im Gewerbegebiet vorgestellt. Besonders betroffen ist die Zeppelinstrasse zwischen dem Rasthof und der Firma Müller. Die Fahrbahn weist zahlreiche Risse auf, die nicht nur oberflächlich sind, sondern bis in die Tragschicht des Asphalts reichen. Auch die Randsteine befinden sich in einem schlechten Zustand. Aus fachlicher Sicht sollte in den kommenden Jahren eine umfassende Sanierung erfolgen, um die Verkehrssicherheit und die Funktionsfähigkeit der Straße langfristig zu gewährleisten.

Kai Stuckenberg:

„Es ist wichtig, dass wir unsere Infrastruktur erhalten. Da mehrere Straßen im Gemeindegebiet bereits sanierungsbedürftig sind, muss der Gemeinderat eine klare und verantwortungsvolle Priorisierung vornehmen.“

Neue Feuerwehrkommandanten wurden vom Gemeinderat bestätigt

In der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Röttenbach‑Mühlstetten wurde die Führung neu gewählt:

  • Kommandant: Manuel Meyer
  • 1. Stellvertretender Kommandant: Stephan Schneider
  • 2. Stellvertretender Kommandant: Martin Lippa

Der Gemeinderat hat diese Wahl offiziell bestätigt.

Die FREIEN WÄHLER bedanken sich herzlich beim bisherigen Kommandanten Günther Penzenstadler für sein langjähriges Engagement und seine wertvolle Arbeit. Den neuen Kommandanten wünschen die FREIEN WÄHLER viel Erfolg und stets eine gute und sichere Hand bei ihren Aufgaben.