24.09.2025
Verbandsrat Kai Stuckenberg berichtet aus der Verbandsversammlung des WAZV vom 16.09.2025
Röttenbach - September 2025 - Im Rahmen der öffentlichen Sitzung der Verbandsversammlung wurden folgende Themen behandelt und beschlossen:
Neufassung der Wasserabgabesatzung (WAS)
Aufgrund einer Aktualisierung der Muster-Wasserabgabesatzung hat der Wasserzweckverband seine eigene Satzung entsprechend angepasst. Die wichtigsten Änderungen:
- Bei außergewöhnlicher Wasserknappheit – etwa durch extreme Trockenheit – kann die Wasserversorgung eingeschränkt werden.
- Der Zweckverband erhält Zutrittsrechte zu Grundstücken, um Wasserzähler abzulesen, zu wechseln, Geschossflächen zu ermitteln und die Einhaltung der Vorschriften zu prüfen.
Fahrzeug für den Wassermeister
Das Dienstfahrzeug des Wassermeisters ist reparaturbedürftig. Da die Instandsetzung mit hohen Kosten verbunden wäre, hat der Verbandsrat beschlossen, ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Dabei wird auch geprüft, ob ein Elektrofahrzeug infrage kommt.
Jahresabschluss 2023 – Betriebszweig Wasser
Für den Betriebszweig Wasser wurde der Jahresabschluss für 2023 vorgelegt. Das Ergebnis weist einen Verlust von rund 52.000 € aus. Dieser Betrag wird bei der nächsten Kalkulation der Wasserbeiträge berücksichtigt, was zu einer möglichen Erhöhung der Wasserkosten führen kann.
Haushalt 2025
Die Verbandsversammlung hat den Haushalt für das Jahr 2025 verabschiedet. Im Verwaltungshaushalt wurde eine Kostensteigerung von knapp 25 % festgestellt. Gründe hierfür sind die allgemeine Preisentwicklung sowie eine geplante zusätzliche Stelle, die einen reibungslosen Übergang in den Ruhestand sicherstellen soll.
Erweiterung der Abwasserentsorgung in Ober- und Unterbreitenlohe
Bürgermeister Thomas Schneider informierte über den aktuellen Stand der geplanten Erweiterung der Abwasserentsorgung für Ober- und Unterbreitenlohe. Die Abwässer sollen künftig über ein Pumpwerk in das Kanalnetz des Zweckverbands eingeleitet werden.
Da die Ortsteile bislang über eine eigene Kläranlage verfügten und nicht Mitglied im Zweckverband für den Bereich Abwasser waren, müssen die Kosten auf die wenigen angeschlossenen Haushalte umgelegt werden. Dies führt zu deutlich höheren Belastungen für die Anwohner – voraussichtlich über dem üblichen Verbesserungsbeitrag des Zweckverbands.
Die Fertigstellung der Maßnahme ist für 2027/2028 geplant. Die Verbandsräte sprachen sich bereits in früheren Sitzungen dafür aus, Ober- und Unterbreitenlohe erst nach Abschluss der Baumaßnahmen in den Zweckverband aufzunehmen.
Ein Vorschlag aus den Reihen der CSU-Verbandsräte sieht vor, dass sich die Anwohner finanziell in den Verband „einkaufen“ sollen. Dies würde jedoch zusätzliche Kosten für die betroffenen Haushalte bedeuten.