01.07.2025
Kommentar: Verbesserungsbescheide – ein Weckruf für bessere Kommunikation

Röttenbach 30.06.25 Die kürzlich verschickten Verbesserungsbescheide zur Abwasserüberleitung nach Georgensgmünd haben bei vielen Eigentümerinnen und Eigentümern für Verunsicherung und Unmut gesorgt. Die Kritik ist verständlich – denn viele fühlen sich nicht ausreichend über das Projekt und seine sehr hohen finanziellen Folgen, die zuvor in einem viel geringen Umfang angekündigt waren informiert.

Selbstkritik ist gut – reicht aber nicht aus

Dass die Verwaltung nun selbstkritisch einräumt, „in einer Blase gefangen“ gewesen zu sein, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch dieser Satz macht auch deutlich, was lange Zeit gefehlt hat: eine verlässliche, transparente und bürgernahe Kommunikation.

FWG forderte frühzeitig mehr Transparenz

Die FREIE WÄHLER Gemeinschaft (FWG) hat in den vergangenen Jahren immer wieder eingefordert, die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über den Wasserbrief zu informieren – über Baufortschritt, Maßnahmen und die Entwicklung der Kosten. Wie in unserem Bericht vom 29.03.2022 nachzulesen ist, wurde darauf hingewiesen, wie wichtig eine frühzeitige Einbindung der Kundinnen und Kunden ist. Leider wurde dieser Impuls nicht konsequent aufgegriffen.

Kommunikation muss mitdenken, nicht nachbessern

Dass nun im Nachhinein mehr Transparenz versprochen wird, ist zu begrüßen – aber es zeigt auch, dass die Kommunikation bislang zu einseitig gedacht war. Bürgerinnen und Bürger erwarten heute zu Recht, dass sie bei solchen Großprojekten mitgenommen werden – nicht nur als Zahler, sondern als Beteiligte.

Aus Fehlern lernen – für mehr Vertrauen

Wir hoffen, dass aus dieser Situation gelernt wird. Vertrauen entsteht durch Offenheit, durch frühzeitige Information und durch ehrliche Gespräche auf Augenhöhe. Die FWG wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass solche Projekte künftig verständlicher begleitet und transparenter gestaltet werden – zum Wohle aller Beteiligten.


Die jetzt nachgereichten Informationen können hier über den hinterlegten Link “Verwandte Themen” aufgerufen werden.


 

Ich weiß aus eigener Erfahrung in der Gemeindeverwaltung, wie komplex ein Projekt dieser Größenordnung ist. Und ich habe großen Respekt vor der intensiven Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen im Zweckverband in die Abrechnung gesteckt haben.

Trotzdem darf man nicht vergessen: Verantwortung endet nicht bei der technischen oder rechtlichen Korrektheit der Bescheide – sie beginnt beim Vertrauen der Menschen in unsere Arbeit. Und dieses Vertrauen entsteht nicht von selbst. Es wächst durch Offenheit, durch frühzeitige Information und durch nachvollziehbare Kommunikation. Genau das hat vielen Betroffenen gefehlt.