14.08.2025
„Umspannwerk-Planung“ in Röttenbach: FWG informiert sich und fordert transparente Entscheidungen

Röttenbach - August 2025 - Am 31. Juli 2025 lud der Übertragungsnetzbetreiber TenneT kurzfristig in den Rathaussaal Röttenbach. Ziel war ein offener Austausch zum geplanten Netzkuppler (Umspannwerk) im Suchraum Röttenbach, Georgensgmünd und Spalt. Zahlreiche Mitglieder der FREIEN WÄHLER Gemeinschaft (FWG) nutzten die Gelegenheit, um sich über den aktuellen Planungsstand zu informieren.

Zwei Standortvarianten im Gespräch

Derzeit prüft TenneT vor allem zwei Flächen im Gemeindegebiet – „West“ und „Ost“. Beide Varianten liegen in einem Gebiet, das nach Angaben des Betreibers für den Bau geeignet sei. Das geplante Umspannwerk würde 20–30 Hektar beanspruchen – in Röttenbach etwa 5 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Technische Dimensionen der Leitung

Neben dem Netzkuppler ist der Neubau einer 380-kV-Doppelleitung, der sogenannten „Franken-Schwaben-Leitung“, geplant. Sie soll parallel zu einer bestehenden Leitung verlaufen. Aus Sicherheitsgründen muss ein Mindestabstand von 60 Metern zur bestehenden Leitung eingehalten werden. Der Trassenkorridor für die neue Leitung wird mit 200 Metern Breite veranschlagt.

Frühere Planungen und überraschende Wendung

Bereits im Frühjahr 2025 informierte Bürgermeister Schneider den Gemeinderat mündlich über die Flächensuche von TenneT. Im Gespräch waren damals ein Bereich nördlich von Unterbreitenlohe (Sandabbau/Hügelmühle) sowie die Fläche am Schwarzenberg. Gegen den Standort Schwarzenberg wurde deutlicher Widerstand angekündigt, während für die Sandgrube Haas Kooperationsbereitschaft signalisiert wurde. Später fiel diese Fläche jedoch aus dem Suchraum heraus.

Umso überraschender war es für viele, dass TenneT nun erneut mit drei möglichen Varianten im Gemeindegebiet an die Öffentlichkeit trat. Welche Kriterien der sogenannten Raumanalyse zu diesem Ergebnis führten, blieb unklar.

Bürgerbeteiligung und Informationsbedarf

Anwohner von Unterbreitenlohe wurden kurzfristig zu einer Bürgerversammlung eingeladen, die wegen des großen Interesses ins Rathaus verlegt wurde. Weitere Veranstaltungen für andere Ortsteile sind in Planung. Grundsätzlich sind diese Versammlungen für alle Bürgerinnen und Bürger offen.

Haltung der FWG: Für die Energiewende – aber nicht um jeden Preis

Die FWG betont, dass Röttenbach durch das geplante Großprojekt keine besonderen Vorteile hätte, die nicht auch Nachbargemeinden erreichen würden. Dennoch sei ein „Netzkuppler“ für die Energiewende wichtig – jedoch nur, wenn die Belastungen für die Bevölkerung so gering wie möglich bleiben. Dafür will sich die FWG parteiübergreifend einsetzen.


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Gemeinderat seit: Mai 2016

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