Röttenbach - November 2025 - In der letzten Sitzung von Hauptverwaltungsausschuss und Gemeinderat am 10.11.2025 wurde noch einmal ganz genau hingeschaut: Wie steht Röttenbach zur geplanten 380-kV-Leitung des Netzausbauprojekts „Westbayernring“? Die Antwort fällt deutlich aus: Die Gemeinde sieht die geplante Trasse und das Umspannwerk kritisch – und das aus guten Gründen.
1. Unsere Siedlungsentwicklung passt nicht zum Projekt
Röttenbach wächst, neue Wohngebiete entstehen, bestehende Strukturen werden weiterentwickelt. Eine Hochspannungsleitung mitten durch diesen Entwicklungsraum würde diese Pläne massiv einschränken. Genau das wurde in der Stellungnahme ausführlich dargestellt.
2. Belastung für die Landwirtschaft
Auch die Landwirte wären betroffen. Flächenverluste, erschwerte Bewirtschaftung oder Einschränkungen durch Baufelder: All das steht im Raum und hätte langfristige Auswirkungen.
3. Umwelt- und Naturschutz im Fokus
Die geplante Trasse würde sensible Naturbereiche berühren. Arten- und Biotopschutz spielen hier eine wichtige Rolle. In der Stellungnahme wird genau aufgezeigt, wo Risiken bestehen und warum diese nicht ignoriert werden dürfen.
4. Herausforderung für die Wasserwirtschaft
Der Verlauf der Leitung könnte wichtige Wasserressourcen und bestehende Strukturen beeinträchtigen. Röttenbach hat daher klar gemacht, wo Probleme liegen und welche langfristigen Folgen möglich wären.
5. Wirtschaftliche Auswirkungen nicht unterschätzen
Betroffen wären nicht nur private Grundstücke, sondern auch Betriebe. Eingriffe in Betriebsflächen oder Wertverluste durch Leitungseinwirkungen sind ernsthafte Punkte, die in der Stellungnahme benannt wurden.
Ein gemeinsames Werk – fraktionsübergreifend erarbeitet
Ein großer Pluspunkt: Die Stellungnahme wurde gemeinsam erstellt. Verwaltung und Gemeinderat, über Fraktionsgrenzen hinweg, haben an einem Strang gezogen.
Ein herzlicher Dank geht an Gemeinderatskollegen Michael Gerstner, der die vielen Vorschläge gesammelt und strukturiert hat – keine leichte Aufgabe!
Einstimmig beschlossen und an die Regierung weitergeleitet
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Sowohl der Hauptverwaltungsausschuss als auch der Gesamtgemeinderat haben der Stellungnahme einstimmig zugestimmt. Anschließend wurde sie fristgerecht an die Regierung übermittelt.
Mehr Details gefällig?
Wer tiefer einsteigen möchte, findet einen Beitrag auf der Gemeindehomepage oder in der Dezemberausgabe des Bürgerbriefs.
Franz Josef Mühling, Gemeinderat:
„Wir haben die geplante Stromtrasse mit großer Ernsthaftigkeit geprüft. Die vorliegenden Fakten zeigen, dass die Belange unserer Gemeinde umfassend berücksichtigt werden müssen. Unser Ziel ist es, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen und gleichzeitig zu einer verantwortungsvollen Energieinfrastruktur beizutragen.“